Zu viel Liebe? Gibt es nicht!

Jan 21 , 2019

Zu viel Liebe? Gibt es nicht!

Blöde Sprüche wie "Verwöhn ihn nicht so!" oder "Du kannst doch nicht jedesmal springen, wenn er weint!" haben wir wahrscheinlich alle schon gehört. 

Leider sind diese schrecklichen Glaubenssätze tief in unserer Gesellschaft verankert und werden von Generation zu Generation weiter gegeben.

Ihren Höhepunkt hatten diese während des Naziregimes, als man aus den Kindern harte Soldaten, duckmäuserische Ehefrauen und eine gefolgsame Gesellschaft formen wollte. Da war zu viel Liebe und Fürsorge fehl am Platz, die Kinder sollten von Anfang an lernen, keine Schwäche zu zeigen.

Unsere Urgroßeltern und Großeltern haben es also nicht anders gelernt, haben es oftmals auch gar nicht hinterfragt und in diesem Sinne genauso ihre Kinder erzogen und diese es dann ebenfalls so weitergeführt.

Aber Fakt ist: mit Liebe kann man nicht übertreiben! Es gibt kein Zuviel für das eigene Kind! Die Natur hat das extra so arrangiert, um das Überleben des Menschen zu sichern: dass Eltern ihre Kinder mehr als alles auf der Welt lieben und natürlich soll diese Liebe auch gelebt und gezeigt werden. Selbstverständlich soll das Baby getröstet werden, wenn es weint und selbstverständlich kann man einfach den ganzen Tag kuscheln, wenn beiden danach ist. Und natürlich trage ich mein Kleinkind den restlichen Weg nach Hause, wenn es zu müde ist, um noch weiter zu laufen.

Denn gehen wir doch einmal von uns Erwachsenen aus: zeige und sage ich meinem Partner nicht, dass ich ihn liebe? Tue ich ihm nicht gerne Gefallen, helfe ihm, unterstütze ihn, einfach nur, weil ich ihn liebe? Oder verwöhne ihn, indem ich ihm etwas Gutes tue? Nur dass das Wort "Verwöhnen" bei uns Erwachsenen positiv, bei Kindern jedoch negativ behaftet ist. 

Obwohl Kinder doch genauso vollwertige Menschen sind wie wir Erwachsenen und die gleichen Rechte haben. Wieso sollten wir sie also weniger verwöhnen als uns selbst? 


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